Ein Knochenbrecher (plattdeutsch Knakenbreker) ist laut volkstümlicher ostfriesischer Bezeichnung ein traditioneller, alternativer Heilkundler.
Zu den Kenntnissen eines Knochenbrechers gehören beispielsweise das Einrenken von Gliedmaßen und das Einrücken von Wirbeln – seine Praktiken sind aber ausschließlich selbst erlernt und stützen sich zuweilen auf eine ominöse Gabe. Nicht selten wird das „Amt“ und die Fähigkeit des Knochenbrechers in der Familie weitergegeben.
Diese Arbeit ist heute wie früher sehr angesehen und wird viel in Anspruch genommen. Allerdings ist sie mangels Methoden der evidenzbasierten Medizin nicht unumstritten und wird heute auf etwas unseriös anmutende Weise – beispielsweise in Wohnungsküchen und Hinterkämmerchen – gegen „Spenden“ ausgeübt.
Das Behandlungsspektrum beschränkt sich nicht nur auf Menschen, sondern auch Hunde, Katzen, Pferde und andere Tiere. Selbst ausländische Würdenträger haben sich schon solche „Pferdeheiler“ aus Ostfriesland einfliegen lassen.